Am Dienstag, den 7. Juli, war die SPD Handschuhsheim-Neuenheim zu Gast bei der Gemüserei Heidelberg im Gewann Hasenbaum. Dort erklärte Inhaber Alex das Konzept der gemeinschaftsgetragenen bzw. Solidarischen Landwirtschaft, kurz Solawi.
Die Solawi versucht, soziales und ökologisches Wachstum zu vereinen. Eines der Ziele ist es, Unabhängigkeit von üblichen Markt- und Preiszwängen durch eine direkte Wirtschaftsgemeinschaft zwischen Erzeugenden und Verbraucher*innen zu ermöglichen.
Durch eine Beteiligung der Verbraucher*innen mit einem festen Beitrag werden Risikoteilung und eine faire Entlohnung gewährleistet. Im Gegenzug erhalten diese einen entsprechenden Anteil der Ernte.
Ein Hauptaspekt ist zudem die Nachhaltigkeit. Durch die faire Bezahlung ist derAnbau von Gemüse auf ökologisch nachhaltige Art und Weise möglich. Im Mittelpunkt steht dabei der Boden: Da nur ein lebendiger Boden Grundlage für gesundes Wachstum sein kann, verzichtet die Solawi auf das Pflügen sowie auf den Einsatz von chemisch-synthetischen Düngemitteln oder Pestiziden. Stattdessen ist Handarbeit angesagt.
Alex, der eigentlich Politikwissenschaftler ist, hat sich sein Wissen selbst angeeignet. Was zunächst als Hobby begann, hat sich langsam, aber sicher zu seinem eigenen vollwertigen Projekt und schließlich zur Selbstständigkeit entwickelt. Jetzt bietet die Gemüserei ein „Gemüseabo mit Zukunft“ an, mit dem man zwischen April und November wöchentlich eine Kiste saisonales Gemüse aus dem ökologischen Anbau erhält. Der Preis beträgt hierbei durchschnittlich 18€ pro Woche, es gibt aber unterschiedliche Beitragshöhen.
Alex ist fest davon überzeugt, mit seinem Konzept eine zukunftsfähige sowie ökologisch und sozial wertvolle Alternative zur konventionellen Landwirtschaft zu bieten. Ein Konzept, das nicht nur Heidelberg bereichern soll, sondern Vorbildcharakter für andere Regionen sein könnte.