SPD Heidelberg setzt auf Al-Kayal

Die Heidelberger SPD setzt im Landtagswahlkampf auf Daniel Al-Kayal. Der 25-jährige Politikwissenschaftler wurde am gestrigen Mittwoch auf der Mitgliederversammlung im Pfaffengrunder Gesellschaftshaus mit großer Mehrheit der Stimmen gewählt. Bei den Heidelberger Sozialdemokrat*innen ist Al-Kayal kein Unbekannter. Er ist unter anderem Sprecher der Jusos Heidelberg und Mitglied im hiesigen Kreisvorstand. Über sein gutes Ergebnis freute sich Al-Kayal und möchte für die Sozialdemokratie im Wahlkreis 34 alles geben. Entsprechend kämpferisch richtete er sich in seiner Vorstellungsrede an die Mitglieder und setzte klare thematische Schwerpunkte: Das Thema Wohnen etwa müsse im Landtagswahlkampf durch die SPD besetzt werden. „Die Mieten in Heidelberg sind von 2017 bis 2019 um 6,8% gestiegen. Dieser Entwicklung müssen wir entgegenwirken. Denn das Recht auf Wohnen für alle steht klar über den Profiten von wenigen“, so Al-Kayal.

Dass der Heidelberger Landtagswahlkreis für die SPD kein Selbstläufer wird, ist Daniel Al-Kayal bewusst. „Aber die verfehlten Klimaziele 2020, diskriminierende Studiengebühren und die zum Standard gewordene Unterfinanzierung von Schulen und Universitäten im Land sind Ansporn, um vollen Einsatz in diesen Wahlkampf zu bringen. Die schwarz-grüne Landesregierung bietet uns derzeit mehr als genug Angriffsfläche für politische Debatten und neue Ideen. Diese möchte ich in den kommenden Monaten mit den Heidelberger*innen führen und auch neue Themen mitaufnehmen“, ergänzte der SPD-Kandidat selbstbewusst. Die krachende Verfehlung der Klimaziele für 2020 oder die diskriminierende Wiedereinführung von Studiengebühren durch die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer seien hierbei nur zwei Aspekte, bei denen sich Al-Kayal unzufrieden zeigt.

Als Zweitkandidat tritt Sören Michelsburg an. Er freut sich gemeinsam mit seiner Co-Vorsitzenden Nina Gray, den richtigen Kandidaten für diesen anspruchsvollen Wahlkampf gefunden zu haben und möchte die Kampagne auch in seinen Funktionen als Kreisvorsitzender und Gemeinderat zu unterstützen.