Sozialdemokrat:innen im Gemeinderat haben Tagesordnungspunkt für den nächsten Gemeinderat beantragt // Ansinnen des Oberbürgermeisters, eine kommunale Lösung für den Bürgerwindpark zu entwickeln, aufgegriffen
Nach der Entscheidung des Planungsausschusses des Verbands Region Rhein-Neckar, das regionale Vorranggebiet Lammerskopf nicht auszuweisen, drängt die SPD-Gemeinderatsfraktion Heidelberg auf eine zügige Klärung des weiteren Vorgehens zur Erarbeitung einer kommunalen Lösung für den Bürgerwindpark. Mit einem TOP-Antrag fordert die Fraktion, dass der aktuelle Sachstand im nächsten Ausschuss für Klima, Umwelt und Mobilität (AKUM) umfassend dargestellt und gemeinsam mit der Betreibergemeinschaft bestehend aus Stadtwerken, Heidelberger Energiegenossenschaft, Energiegenossenschaft Starkenburg, BEG Kraichgau und Trianel das weitere planerische Vorgehen abgestimmt wird.
Zentrales Ziel ist es, den Windpark auf den zur Heidelberger Gemarkung gehörenden Flächen des Lammerskopfs als kommunales und bürgergetragenes Projekt weiter voranzubringen.
SPD-Fraktionsvorsitzender Sören Michelsburg betont die Notwendigkeit eines strukturierten, transparenten Vorgehens: „Die Ablehnung des regionalen Vorranggebiets hat die Karten neu gemischt, aber sie entbindet uns nicht von unserer Verantwortung. Wenn der Oberbürgermeister nun selbst von einer kommunalen Lösung spricht, dann erwarten wir auch ein klares, nachvollziehbares Vorgehen. Wir wollen wissen: Wo stehen wir genau? Was ist planerisch möglich? Und wie kommen wir gemeinsam mit der Betreibergemeinschaft jetzt voran?“
Der Ziegelhäuser Stadtrat Adrian Rehberger hebt die Bedeutung für die Stadtteile hervor:
„Der Lammerskopf wird bei uns vor Ort intensiv diskutiert. Viele Menschen sind verunsichert, andere hoffen auf einen konkreten Beitrag zu Energiewende und Klimaschutz. Dabei haben beide Seiten berechtigte Argumente, die ernstzunehmen sind. Es braucht jetzt endlich transparente Informationen, wie es nach der regionalen Entscheidung weitergeht. Genau deshalb fordern wir die umfassende Sachstandsdarstellung und die gemeinsame Beratung mit der Betreibergemeinschaft.