SPD-Fraktion bleibt beim Breitbandausbau dran // Schnelles und zuverlässiges Internet muss überall in der Stadt verfügbar sein // Sachstandsanfrage in der gemeinderätlichen Fragezeit gestellt
Die Menschen in Peterstal fühlen sich als Bürgerinnen und Bürger zweiter Klasse. Unzuverlässiges und langsames Internet durch den Anbieter Vodafone legt gerade in jüngster Zeit immer wieder Peterstal komplett lahm. „Für die Betroffenen ist das kein abstraktes Infrastrukturthema, sondern eine ganz konkrete Einschränkung ihres Alltags und wirklich ärgerlich“, betont Anke Schuster, SPD-Stadträtin und stellvertretende Fraktionsvorsitzende. „Wenn Videokonferenzen abbrechen oder digitales Arbeiten im Home-Office schlicht so nicht mehr möglich ist, schränkt das das berufliche wie private Leben der Menschen massiv ein.“
Verlässliches und schnelles Internet ist heute eine Grundvoraussetzung für gesellschaftliche Teilhabe. Gerade in städtischen Randlagen wie Peterstal, wo zum Teil lange Wege zum Arbeitsplatz bestehen, ist die Möglichkeit im Home-Office arbeiten zu können essenziell. Daher darf es gerade hier keine Versorgungslücken geben.
Zwar ist die Versorgung der Bürgerinnen und Bürger mit Internet grundsätzlich die Aufgabe privater Telekommunikationsanbieter. In den Arealen, in denen aber ein sogenanntes Marktversagen vorliegt, bietet der Bundesgesetzgeber Gebietskörperschaften die Möglichkeit, den Breitbandausbau selbst zu übernehmen und diesen durch Bundes- und Landesmittel fördern zu lassen. Die SPD-Fraktion will nun von der Verwaltung wissen, ob es Förderprogramme oder Möglichkeiten gibt, wie Heidelberg die Versorgungslücke in Peterstal schließen könnte. „Wir wünschen uns auch von der Verwaltung, dass sie sich mit einem offiziellen Beschwerdeschreiben an Vodafone richtet, was sicherlich mehr Gewicht hat, als die einzelnen Beschwerdemails der einzelnen Kund:innen, um so für eine störungsfreie Leistungserbringung zu sorgen“ so Anke Schuster.