Radschnellwegenetz für die Region

Stadtblatt vom 21. August 2019

SPD Andreas Grasser

Der Begriff Radschnellweg wird oftmals assoziiert mit einer Fahrradautobahn und damit, dass dort schnell gefahren werde. Dabei ist die Reduzierung von Radschnellwegen auf eine (hohe) Geschwindigkeit unpassend. Denn folgende Eigenschaften weisen Radschnellwege auf: eine gleichbleibende Fahrgeschwindigkeit mit geringem Energiebedarf aufgrund von Kreuzungsfreiheit (Unter- und Überführungen) sowie einen geradlinigen Streckenverlauf. Es geht also nicht um eine hohe Geschwindigkeit, sondern um ein bequemes Fahren in der persönlich gewünschten Geschwindigkeit, ohne mehrmals durch Kreuzungen ausgebremst zu werden. Insbesondere bieten Radschnellwege mehr Sicherheit für RadfahrerInnen, da der Radschnellweg von Pkw-Fahrspuren getrennt ist. Radschnellwege sollen es vor allem für Berufstätige attraktiver machen, mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, da durch Radschnellwege Städte und Gemeinden in der Region verbunden werden.

In unserer Region ist ein Radschnellwegenetz zwischen Heidelberg, Mannheim und Darmstadt geplant. Für den Radschnellweg Heidelberg-Mannheim steht die grobe Trassenführung bereits fest, wobei die Details der Streckenführung noch abzustimmen sind. Hiernach soll die Strecke von Mannheim bis Ladenburg nördlich des Neckars verlaufen und überquert von Ladenburg aus den Neckar entlang der derzeit im Bau befindlichen L 597 in Richtung Seckenheim und führt weiter von Seckenheim über Edingen nach Wieblingen in die Innenstadt von Heidelberg. Darüber hinaus ist ein durchgehender Radschnellweg von Darmstadt bis Mannheim sowie von Darmstadt bis Heidelberg geplant. Radschnellwege werden einen wichtigen Beitrag für mehr Komfort und für mehr Sicherheit leisten und dem Fahrrad als umweltfreundlichem Verkehrsmittel mehr Platz geben.