Heidelberg entwickeln. Achtsam und lebenswert. Das geht.

Umweltschutz konkret.

Das geht.

Umweltschutz erfasst alle Bereiche der Kommunalpolitik – Energieversorgung, Verkehr, Freizeit, Landwirtschaft, Wohnen und Stadtentwicklung – und ist bei allen Entscheidungen zu berücksichtigen. Wir wollen nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Stadt hinterlassen und unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wir stehen uneingeschränkt hinter dem Ziel: 95 Prozent weniger Emissionen bis 2050. Das geht.

Das werden wir schaffen

  • Eine ökologische Verkehrswende bis 2030.
  • Masterplan 100 Prozent Klimaschutz mit Förderung von Ökostrom, dezentraler Energieversorgungssysteme und energetischer Sanierung von Altbauten fortsetzen.
  • Umwelt-Beirat gründen, in dem Umwelt- und Naturschutzvereine vertreten sind.
  • Landwirtschaftsflächen im Norden und Süden der Stadt erhalten und Landwirtschaft ökologisieren, z.B. naturbelassene Ackerrandstreifen schaffen.
  • Ausreichend Grün- und Naturflächen in der Stadtplanung (z.B. in einem Stadtpark auf dem Airfield) bereitstellen, um das Stadtklima und den Artenschutz zu verbessern.
  • Glyphosat auf städtischen Flächen entlang von Verkehrswegen verbieten.

Das geht bereits

Grünflächen in der Stadt sollen in der Regel ohne Pestizide und mindestens ohne Glyphosat bewirtschaftet werden – auch Spielplätze.

Umweltschutz konkret. Das geht.

 

Wir wollen mehr!

Wir stehen für einen zielorientierten und zukunftsweisenden Umwelt- und Naturschutz in Heidelberg. Wir wollen nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Stadt hinterlassen und unseren kommunalen Beitrag für einen effektiven Klimaschutz leisten. Das Stadtklima soll maßgeblich verbessert und der Verkehr nachhaltig und ökologisch gelenkt werden. Ökologisch und nachhaltig produzierte Lebensmittel sind für uns ebenso wichtig wie der Erhalt der für die Erholung wichtigen Grünflächen sowie der uns umgebenden Wälder und Schutzgebiete. Der Schutz der Umwelt ist eine Querschnittsaufgabe, die alle Bereiche der Kommunalpolitik erfasst: die Energieversorgung, den Verkehr, die Freizeitgestaltung, die Landwirtschaft, den Wohnungsbau und die Stadtentwicklung. Wir wollen die Synergieeffekte zwischen diesen Bereichen stärker herausarbeiten und uns für deren Vereinbarkeit einsetzen.

 

„Masterplan 100% Klimaschutz“ hat Bestand

Um eine Reduzierung der CO2-Emissionen zu erreichen, setzen wir uns für die energetische Sanierung städtischer Gebäude ein sowie für die kommunale Förderung der energetischen Sanierung von Altbauten. Auch die Wohnungsbaugesellschaften sollten diese Standards bei ihren Gebäudesanierungen zugrunde legen. Daneben wollen wir alle öffentlichen Gebäude mit Ökostrom versorgen, um dem Ziel 100% Klimaschutz näher zu kommen. Private Haushalte und Unternehmen sollen bei der dezentralen ökologischen Energiegewinnung gefördert werden. Der Ausbau von Solarflächen ist erforderlich für die Energiegewinnung und findet auch in genossenschaftlichen Umsetzungsmodellen die Unterstützung der SPD.

 

Umweltfreundlichen Verkehr etablieren

Einem ökologisch nachhaltigen Verkehr muss unbedingt der Vorrang eingeräumt werden. Die Verkehrsströme in und aus der Stadt müssen zukunftsweisend gelenkt werden. Bei der Planung und dem Bau neuer Quartiere sollte dem öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) und dem Radverkehr besondere Bedeutung beigemessen werden, denn ein Viertel aller Treibhausgase wird durch den Verkehr verursacht. Auf dem Weg zu einer klimaneutralen Stadt begrüßen wir unter anderem die Einrichtung autofreier Quartiere, die durch benutzerfreundliche und quartiersnahe Stellplätze für Carsharing-Angebote und Fahrradverleihsysteme komplettiert werden.

Das Thema Mobilität bewegt alle Bürgerinnen und Bürger. Im Mobilitätsnetz wurden bereits geplante und neue Projekte gebündelt, um das Straßenbahnnetz in Heidelberg und der angrenzenden Region zu verbessern oder auszubauen. Nun fordern wir die Realisierung einer ökologischen Verkehrswende in der Metropolregion bis 2030. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und die schrittweise Umstellung auf Ökostrom werden die Lebensqualität in Heidelberg für uns alle nachhaltig verbessern.

Eine fünfte Neckarbrücke oder einen Tunnel mit einem ausgebauten Klausenpfad werden wir nicht unterstützen. Die verkehrliche Erschließung des Neuenheimer Feldes muss im Einklang mit den landesweit bedeutsamen Schutzgebieten (FFH-Gebiet und Naturschutzgebiet) am Altneckar in Wieblingen erfolgen. Ein Nordzubringer als neue Erschließung darf die Natur nicht beeinträchtigen und nur für den Umweltverbund (ÖPNV, Rad, Fuß) zugänglich sein.

 

Ausreichende Grün- und Naturflächen in der Stadtplanung verankern

Zwar ist Heidelberg von Wald umgeben, dennoch ist das öffentliche Grün in der Stadt unverzichtbar. Neben den ökologischen Aspekten sehen wir diese Grünflächen vor allem als Orte der Erholung und Begegnung für die Bevölkerung. Deshalb setzen wir uns dafür ein, dass in den einzelnen Stadtteilen Heidelbergs attraktive Grünflächen erhalten, (wieder) geschaffen und Nachverdichtungen auf Grünflächen möglichst vermieden werden. Ökonomische Aspekte dürfen für die Konversionsgebiete nicht allein maßgebend sein.

Außerdem wollen wir die bisherige Stadtplanungspraxis grundsätzlich im Sinne der Ökologie umgestalten. Bei Stadtplanungen soll eine Grünflächenplanung zum Standard gemacht und dafür fachlich ausgewiesene Gutachtendenbüros beauftragt werden. Dies gilt insbesondere bei der Planung von öffentlichen Einrichtungen, wie Schulen und Kindergärten. Unsere Kinder sollen Grünflächen als Erholungs- und Spieloasen nutzen können.

Wir wollen nachhaltige Wälder in Heidelberg. Die Waldbewirtschaftung muss daher im Einklang mit der Natur erfolgen und dem FSC-Standard entsprechen.

 

Stadtklima verbessern

Zur Verbesserung des Stadtklimas müssen unbedingt die Kaltluftschneisen erhalten bleiben. Fassadenbegrünungen können einen weiteren Beitrag leisten. Dabei ist zu prüfen, an welchen Gebäuden eine Fassadenbegrünung Sinn macht und übergreifend für den Natur- und den Klimaschutz von Nutzen ist. Außerdem wollen wir für sinnvolle und effektive Gebäude- und Grundstücksbegrünungen in der Stadt werben. Öffentliche Gebäude sollen hierfür Vorbild sein.

 

Umfassender Artenschutz in der Stadt

Zum Erhalt unserer heimischen, städtischen Arten wollen wir den Artenschutz an Gebäuden stärker in den Fokus der Stadtbevölkerung stellen und Artenschutzmaßnahmen am Haus und auf privaten Flächen nach Möglichkeit der kommunalen Haushaltsmittel fördern. Öffentliche Gebäude sollen grundsätzlich Artenschutzmaßnahmen prüfen und umsetzen.

Städte tragen maßgeblich zu Lichtverschmutzungen und damit einhergehenden negativen Folgen für die Gesundheit des Menschen und für Flora und Fauna bei. Wir wollen in Heidelberg ausschließlich insektenfreundliche Beleuchtungsmittel einsetzen und vorhandene Lichtverschmutzungsarten und -methoden reduzieren.

Wir wollen auf städtischen Flächen entlang von Verkehrswegen keinen Einsatz von Glyphosat oder von sonstigen bienenschädlichen Unkrautvernichtungsmitteln. Diese gefährden in höchstem Maße die Gesundheit unserer Stadtbevölkerung sowie die in unserer Stadt vorkommenden Arten.

 

Erhalt der Landwirtschaftsflächen und Ökologisierung der Landwirtschaft

Die heute noch für die Landwirtschaft und den Erwerbsgartenbau genutzten Flächen im Süden und im Norden der Stadt müssen zwingend erhalten werden. Unsere Gärtnereibetriebe und Landwirtinnen und Landwirte leisten durch die Produktion regionaler Lebensmittel einen bedeutenden Beitrag für unsere Stadtbevölkerung. Deshalb muss auch das Handschuhsheimer Feld vor Bebauung geschützt werden. Die produzierten Lebensmittel sollen nach Möglichkeit ökologisch erzeugt werden. Wir wollen unsere Gärtnereibetriebe und Landwirtinnen und Landwirte dahingehend besser beraten und bestehende Konflikte auflösen.

 

Abfallvermeidung und effektives Recycling

Wir wollen deshalb ein Konzept zur stetigen Verringerung des Abfallaufkommens in Heidelberg entwickeln sowie ein effektiveres Recycling einführen. Außerdem fordern wir ein effektives Recycling und Mehrwegsysteme. Dazu gehört auch eine Umwandlung der öffentlichen Mülleimer in Recyclingeimer. Die Abfallgebühren in den städtischen Recyclinganlagen sollen geprüft und gegebenenfalls angepasst werden, um eine ordentliche Abfalltrennung voranzutreiben.

Wir wollen deshalb ein Konzept zur stetigen Verringerung des Abfallaufkommens in Heidelberg entwickeln sowie ein effektiveres Recycling einführen.

 

Vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Umwelt- und Naturschutzvereinigungen

Wir setzen uns für die weitere erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Umwelt- und Naturschutzvereinigungen ein. Ihre Arbeit ist für unsere Stadt von großer Bedeutung. Sie benennen Konfliktthemen und bieten vielfältige Lösungsansätze. Wir wollen einen Umwelt-Beirat in der Stadt etablieren, in dem die Umwelt- und Naturschutzvereinigungen vertreten sein sollen, um die Zusammenarbeit weiter zu stärken und gegenseitig voneinander zu profitieren.