Gesellschaftliche Debatten führen statt durch Verbote unterbinden!

Die SPD Heidelberg kritisiert das Volksbegehren „Stoppt Gendern in Baden-Württemberg“.
Gesellschaftlichen Debatten durch Verbote vorzugreifen und diese zu unterbinden, kann den Ansprüchen
an eine offene und freie gesellschaftspolitische Debattenkultur nicht gerecht werden.


Ausgangslage: Forderung aus Reihen der Heidelberger CDU nach Sprech- und Schreibverboten
Kürzlich hat sich eine neue Initiative formiert, die dem Land Baden-Württemberg und seinen
Einrichtungen das Gendern und die Verwendung geschlechtsneutraler Sprache per Gesetz verbieten
möchte. Außerdem sollen Prüfungsleistungen an Bildungseinrichtungen des Landes nicht schlechter
bewertet werden, weil sie nicht gendern. Hintergründe dafür, dass Studierende aufgrund fehlenden
Genderns schlechter bewertet worden wären, ohne dass dies in fachlichem Bezug stehe, bleibt die
Initiative bisher schuldig. Initiator ist das Mitglied der CDU Heidelberg Klaus Hekking. Seinem Aufruf
haben sich der Großteil der Fraktionsmitglieder der CDU und FDP im Heidelberger Stadtrat
angeschlossen.


Debatten unterbinden verspricht keine Lösungen
„Es steht selbstverständlich jeder Person frei, nicht zu gendern. Dem Land Baden-Württemberg
geschlechtsneutrale Sprache aber per Gesetz verbieten zu wollen, unter anderem um Migrant*innen
oder Menschen mit Sinnesbehinderungen eine bessere Teilhabe zu ermöglichen, klingt
vorgeschoben“, so Marvin Frank, Pressesprecher der SPD Heidelberg.
Zahlreiche Unternehmen setzen bereits auf geschlechtersensible Sprache. Vom großen
Automobilkonzern Audi über moderne Heidelberger Start-Ups wie Getsafe bis hin zum Agaplesion
Bethanien Krankenhaus in Heidelberg.
Die Verwendung geschlechtsneutraler bzw. geschlechtssensibler Sprache ist eine gesellschaftliche
Debatte. Es gibt gute Argumente für und gegen das Gendern. Eine gesellschaftliche Debatte durch
Verbote zu unterbinden, entspricht nicht den Grundsätzen einer offenen und freien, gesellschaftlichen
und politischen Debattenkultur.
„Genderneutrale Sprache schließt niemanden aus, fehlender bezahlbarer Wohnraum in Heidelberg
oder kostenintensive Kinderbetreuung dagegen schon. Gesellschaftspolitische Debatten im Rahmen
der demokratischen Spielregeln muss man aushalten. Ein Sprechverbot bringt uns der Lösung
fehlender Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft jedenfalls nicht näher “, so Tatjana Volk,
Kreisvorsitzender SPD Heidelberg.


Wir freuen uns über Ihre Berichterstattung.

Rückfragen beantwortet Ihnen gerne:


Marvin Frank
Pressesprecher
SPD Heidelberg
Bergheimer Str. 88
69115 Heidelberg
Mobil: +49 (0)176 84014496
E-Mail: marvin.frank@spd-heidelberg.de
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