Debatte im Gemeinderat um die Zukunft des Ankunftszentrums

Stadtblatt vom 23. Dezember 2019

SPD Adrian Rehberger

Debatte im Gemeinderat um die Zukunft des Ankunftszentrums – Nur ein Pyrrhussieg für die Landwirtschaft oder gar der Anfang vom Ende für den neuen Stadtteil PHV? Die Debatte um das Ankunftszentrum wurde in der letzten Gemeinderatssitzung engagiert und mit guten Argumenten für die verschiedenen Positionen geführt. Es zeichnet sich indes keine schnelle Lösung der Standortfrage ab. Der Antrag der SPD, die Wolfsgärten aus den weiteren Planungen zu streichen, wurde mehrheitlich ebenso abgelehnt wie die Prüfung einer Verlagerung des Ankunftszentrums innerhalb des PHV auf eine neue Fläche im Südwesten rund um die Middle School. Konkrete Prüfaufträge an die Verwaltung bez. der Errichtung eines Ankunftszentrums auf dem Gewann Gäulschlag unter Beachtung bestimmter Bedingungen, wie der Schaffung von Ausgleichsflächen, wurden nach dem Rückzug entsprechender Anträge der Parteien nicht mehr zur Abstimmung gestellt.

Eine zügige Bebauung dieser Fläche droht also zunächst nicht. Dennoch bleiben die beiden Standorte in den Wolfsgärten und auf dem Gewann Gäulschlag weiter im Rennen. Für beide zeichnet sich derzeit aber auch keine tragfähige Mehrheit im Gemeinderat ab. Dieses Entscheidungsvakuum verfestigt nicht nur den Status quo des Ankunftszentrums an der bisherigen Stelle, sondern gefährdet auch zunehmend die Planungen für den neuen Zukunftsstadtteil PHV. Die diesbezügliche Entwicklung kann nämlich ohne einen Umzug des Ankunftszentrums an eine andere Stelle nicht weiterverfolgt werden. Es sind daher alle im Gemeinderat vertretenen Parteien und Gruppierungen gefordert, einen tragfähigen Konsens zu finden. Gelingt dies nicht, haben wir in dieser Woche vielleicht den Anfang vom Ende für den neuen Modellstadtteil PHV erlebt.