Bildung in Coronazeiten

Alex Fischer, Daniel Hauck, Nina Gray

Das Thema Schulbildung wird aktuell viel und von vielen diskutiert.

Wir möchten zunächst klar stellen, dass es Bildungsungerechtigkeit in unserem Land nicht erst seit Corona gibt. Corona hat diese nur offensichtlicher gemacht.

Aktuell gibt es viele gute Vorschläge, wie man verhindern kann, dass die Bildungsschere bedingt durch die Schulschließung noch weiter auseinander geht – von einer Ausweitung der Notbetreuung, über Förderunterricht parallel zum Schulbetrieb, Rettungsschirme für Schüler, etc. Ebenso gilt auch, dass Schulen mehr Ressourcen und Freiräume zur gezielten, individuellen Förderung brauchen, damit sie soziale Diskrepanz im Sinne unterschiedlicher Ausgangsbedingungen, zumindest in Teilen, kompensieren können.

Ganz aktuell in der Diskussion um Wiederaufnahme des Schulbetriebs muss gelten, dass Sicherheit und Infektionsschutz vorgehen. Das RKI hat gewarnt, dass die Reproduktionsrate wieder steigt. Welche konkreten Maßnahmen dazu ergriffen werden müssen, sind bekannt – Mindestabstand, Hygiene, Entzerrung, etc. An manchen Schulen wird dies leichter umzusetzen sein als an anderen. Hier rächt sich, dass in den letzten Jahren zu viel gespart wurde, teilweise an Warmwasser, Reinigungskräften, Platz. Diese Daten zur Lage vor Ort in den Schulen hätten gleich zu Beginn der Pandemie erhoben und zentral vom Kultusministerium ausgewertet werden müssen. Damit die Ergebnisse vor der Ankündigung, den Schulbetrieb schrittweise wieder aufzunehmen, vorliegen. So hätte viel Verunsicherung vermieden werden können. Das zeichnet Krisenmanagement aus.