Regierungsprogramm der SPD Baden-Württemberg 2016

Beschlossen auf der KDK am 21.07.2015

Empfänger: SPD-Landesparteitag, SPD-Mitglieder der Landesregierung

 

Antrag: Regierungsprogramm der SPD Baden-Württemberg 2016. Für ein kluges Baden-Württemberg-Beste Bildung für alle!

 

Antrag:

Die SPD Heidelberg fordert die SPD-Mitglieder der Landesregierung auf, sich bei der gemeinsamen Entwicklung und Umsetzung der Strategie „Digitales Lernen“ im Bundesrat und der Kultusministerkonferenz dafür einzusetzen, dass diese untereinander folgende Ziele und Maßnahmen verbindlich, beispielsweise in einem Länderstaatsvertrag, vereinbaren:

1. Die Bereitstellung der technischen Infrastruktur der frühkindlichen, schulischen sowie aus- und weiterbildenden Bildungseinrichtungen. Hierzu zählt der Anschluss an das Breitbandnetz sowie die Konzeption und Standardisierung der internen Netze und Server, ihre professionelle Pflege und damit verbunden die Schaffung einer sicheren digitalen Lernumgebung in diesen Institutionen.

2. Die Aufnahme bzw. den Ausbau eines pädagogisch sinnvollen, fächerübergreifenden Einsatzes digitaler Medien in den Lernprozess und der Vermittlung digitaler Medienkompetenz in die Studiengangs- und Ausbildungscurricula sowie Prüfungsordnungen von Lehrkräften und pädagogischem Personal im frühkindlichen, schulischen sowie Aus- und Weiterbildungsbereich.

3. Die Schaffung bzw. den Ausbau spezieller Fortbildungsangebote für bereits ausgebildete Lehrkräfte sowie Pädagoginnen und Pädagogen im frühkindlichen, schulischen sowie Aus- und Weiterbildungsbereich zur Vermittlung digitaler Medienkompetenz und den pädagogisch sinnvollen, fächerübergreifenden Einsatz digitaler Medien in den Lernprozess. Die Weiterbildungsangebote sollen dabei insbesondere an den Kriterien des Vorrangs der Nutzung bereits bestehender Expertise vor Neuschaffungen von Weiterbildungsangeboten, der Niederschwelligkeit und Effektivität ausgerichtet werden.

4. Die Verankerung der Vermittlung von digitaler Medienkompetenz sowie digitalen Bildungsinhalten fächerübergreifend in die Bildungspläne und in die länderspezifischen Qualitätsrahmen zur Schulentwicklung.

5. Die Errichtung von Gremien zur Koordinierung der schulischen und außerschulischen Medienbildung, die alle Akteure einbinden, ganzheitliche Medienbildungskonzepte erarbeiten und deren konsequente Umsetzung begleiten.

6. Die aktive Begleitung der Schulen bei der Erarbeitung eines jahrgangs- und fächerübergreifenden Medienbildungskonzepts als Schulprogrammteil.

7. Die Förderung eines zeitgemäßen und altersgerechten Informatikunterrichts ab der Grundschule.

8. Die Entwicklung bundeseinheitlicher Mindeststandards zur digitalen Informations- und Medienkompetenz für die unterschiedlichen Altersstufen der Lernenden sowie regelmäßige Überprüfung dieser in einer Ländervergleichsstudie, um im Rahmen dieser auch eine internationale Vergleichbarkeit herzustellen.

9. Die Hinwirkung auf eine langfristige Festlegung von bundeseinheitlichen IT-Standards für allgemeinbildende Schulen.

10. Die Einführung von Profilschulen IT/Digital mit dem Schwerpunktprofil Informatik zu prüfen. Dabei soll die Kooperation mit Hochschulen oder Forschungseinrichtungen sowie gegebenenfalls privaten Partnern obligatorisch sein.

11. Das Vorantreiben des dynamischen Prozesses der Entwicklung von „Schul-Clouds“, in der digitale Lehrinhalte und Lehrangebote zusammengefasst werden können, sowie die langfristige Hinwirkung auf die Etablierung einer gemeinsamen, länderübergreifenden Standardinfrastruktur.

12. Die Auszeichnung eines exzellenten Angebots an E-Learning-Angeboten im Bereich der schulischen Bildung sowie der Aus- und Weiterbildung unter Fokussierung auf die Förderung der Berufsorientierung, des lebensbegleitenden Lernens sowie der Überwindung der digitalen Spaltung im Rahmen eines Wettbewerbs.

13. Die Evaluation bestehender Programme zur Förderung von Medienkompetenz an Kitas und Schulen sowie medienpädagogischen Eltern- und Familienarbeitsprojekten und basierend auf den Evaluationsergebnissen deren Ausbau.

Termine

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