Queeres Leben mitten in Heidelberg

Beschlossen auf der KDK am 21.07.2015

Empfängerin: SPD-Gemeinderatsfraktion

 

Antrag:

Wir fordern die SPD-Gemeinderatsfraktion auf, die Stadtverwaltung auf ihre Vorbildrolle hinsichtlich gesellschaftlicher Vielfalt hinzuweisen. Dies umfasst das öffentliche Auftreten, sowie den Werbeauftritt der Stadt Heidelberg mit ihren Gesellschaften und Unternehmen.

Beispielhaft sei die „Für Dich“-Kampagne der Stadtwerke. Hier wird z. B. auf einer Straßenbahn das Bild eines jungen, heterosexuellen Paares mit „Für Euch“ überschrieben. „Für Euch“ könnte auch der ideale Ansatz sein, eine nicht heteronormative Lebenssituation darzustellen.

Weitere Möglichkeiten, queeres Leben angemessen zu repräsentieren sind Bebilderungen von Homepages, Werbeauftritten, Stadtmarketing sowie Broschüren.

 

Begründung:

Queere Lebensweisen sind Bestandteil unserer modernen Gesellschaft, insbesondere einer weltoffenen Universitätsstadt wie Heidelberg. Queere Menschen leben heutzutage nicht mehr im Verborgenen am Rande der Gesellschaft, sondern in ihrer Mitte. Trotz dieser Tatsache und obwohl durch Aufklärung und das AGG die Lebenssituation von queeren Menschen deutlich verbessert wurde, gibt es auch heute noch Menschen, die ihre sexuelle Identität, beispielsweise aus Furcht vor Ausgrenzung oder beruflichen Nachteilen, verleugnen müssen.

Vorurteile resultieren oftmals aus Unkenntnis und Unbehagen gegenüber Fremden.

Durch positive persönliche Erfahrungen können diese Vorbehalte abgebaut werden.

Ein erster Schritt hin zu einer toleranten Einstellung und Akzeptanz, kann darin bestehen, ein grundsätzliches Bewusstsein für die Existenz queerer Lebensformen zu schaffen.

Termine

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