Literaturstadt Heidelberg koordinieren – UNESCO-Bewerbung zukunftsfähig gestalten

Prüfungsverfahren zur Einrichtung einer Literaturkoordinationsstelle (Likos) für die Stadt Heidelberg.

Die Stadt Heidelberg wird aufgefordert im Zuge und mit den Ressourcen der UNESCO-Bewerbung Bedarf, Möglichkeiten sowie Bedingungen für die Schaffung einer Literaturkoordinierungsstelle (Likos) zu prüfen und dem Kulturausschuss zeitnah einen Entwurf vorzulegen.

Der Startschuss zur Bewerbung als UNESCO „Creative City“ im Bereich Literatur 2011 hat in Heidelberg zu einem verstärkten kulturellen Fokus auf die zahlreichen Akteure im Bereich der Literatur geführt. Nicht nur die öffentlichen Einrichtungen wie das Kulturamt und die Stadtbibliothek oder große Kulturhäuser wie das DAI, der Karlstorbahnhof oder die Halle02, auch Verlage, Vereine und Initiativen entdecken ihr literarisches Engagement neu.

Damit diese Selbstprofilierung der Stadt zum Anlass genommen wird das vielfältige literarische Leben, die unterschiedlichen Programme sowie die Literatur als Anspruch zu entwickeln, soll eine Kooperations- wie Koordinationsstelle entwickelt werden.

In Anlehnung an Vorbilder wie das „Literaturbüro“ in Freiburg gilt es ein kulturpolitisches Profil der Stadt als dezentrales, innovatives und breit aufgestelltes Netzwerk der Literatur sowie ihrer Vermittlung zu fördern. Von der Produktion durch Verlage und Autor*innen über die Distribution mittels Bibliotheken und Buchhandlungen bis hin zur reichhaltigen Rezeption durch Festivals, die Wissenschaften und Literaturprogramme der Kulturhäuser: Heidelberg hat genug literarisches Potenzial!

Dieses ist bis hin zu Autoren- und Autorinnenforen, Vereinen wie der Litoff und studentischen Initiativen wie die „Gasse junge Literatur“ als Netzwerk zu gestalten, indem Kooperationen, organisatorische Impulse sowie nicht zuletzt kommunikative Koordination zu einem Anliegen werden. Gerade generationenübergreifende Formate wie die Literaturtage, der Poetry-Slam und Textwerkstätten aller Art verlangen nach kulturvermittelnder Expertise mit nachhaltiger Vernetzung sowie Planung.

Eine zielgruppenübergreifende und nachwuchsfördernde Lösung, die vor allem Literatur als Gestaltungsraum für die Ausgestaltung eigener Text-, Lese- und Phantasiefähigkeiten Jugendlicher und junger Kreativer entwickelt, bedarf der Koordinierung der Angebote.

Denkbar ist sowohl eine rotierende oder stationäre Verortung der Stelle innerhalb von Kulturinstitutionen oder eine Verankerung innerhalb des Kulturamtes.

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