Bericht Veranstaltung „UN-Klimaschutzziele“ – Noch viel nötig, aber auch möglich

Im Koalitionsvertrag ist ein eigenes Klimaschutzgesetz vorgesehen, doch wie wird es ausgestaltet sein. Wer wird die Hauptverantwortung tragen? Es ist klar, dass aktiv gehandelt werden muss, damit es nicht zu spät für den Klimaschutz ist und die Ziele noch erreicht werden.

Die SPD Heidelberg lud Rainer Hundsdörfer, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG, Gernot Gruber, als MdL Sprecher der SPD-Fraktion für Umwelt und Energie, Sabine Lachenicht, Leiterin des Amts für Umwelt, Energie und Abfall in Heidelberg sowie Dr. Hans Schipper, Leiter des Süddeutschen Klimabüros zur gemeinsamen Diskussion ein.

Auch wenn nur wenige Heidelberger*innen den Weg ins Bürgerzentrum der Bahnstadt gefunden haben, so war die Diskussion doch umso ertragreicher. Sonja Müller-Mitschke, Beisitzerin im Kreisvorstand der SPD Heidelberg, führte thematisch in die Veranstaltung ein und klärte auf, wo wir stehen und wo das Ziel ist. Einig war man sich darin, dass etwas passieren muss. Doch wie genau, war nicht zu klären. Herr Hundsdörfer betonte: „Ohne steuerliche Anreize wird die Industrie und der Verbraucher nicht handeln:“ Doch die sind nicht leicht umzusetzen, so konstatierte Gernot Gruber, „dass Bayern den letzten Versuch für ein Klimaschutzförderungspaket verhindert hat“. Wie schafft man die energetische Sanierung der vielen Wohnungen und Gebäude? Sabine Lachenicht wies daraufhin, dass Heidelberg Energieberater hat, die Wege zum Energiesparen aufzeigen. Sören Michelsburg, stv. Kreisvorsitzender der SPD Heidelberg nannte das offensichtliche Problem, dass Vermieter keinen Bedarf haben, die Gebäude zu sanieren, so lange sie ohne Probleme hochpreisig vermietet werden können und die Mieter für die Heizkosten zuständig sind.

Ein anderes Thema ist, wie wir zu grüner Energie kommen. Hier ist die Entwicklung in der Forschung notwendig, so weist Hans Schipper darauf hin, dass das Problem auch in bezahlter Forschung liegt, da hier dann auch in die geforderte Richtung geforscht wird und so viele verschiedene Ergebnisse und Schlüsse gezogen werden, aber nichts in letzter Konsequenz von der Politik umgesetzt wird.

Hundsdörfer argumentierte, dass sein Unternehmen auf nachhaltige Entwicklung achte und auch die Zulieferkette dieselben Regeln umsetzen müsse und dass die Politik hier auch einfach Beschlüsse fassen muss. Doch macht er es sich womöglich etwas zu leicht, entgegnete Gruber, da in der Politik nicht von einer Person oder einem Vorstand entschieden werde, sondern alle Beteiligten zu Wort kommen dürfen und sollen, doch stimmten alle zu, dass es ein Fehler war und ist, wenn es keine Konsequenz, so wie den zurückgenommenen und dann verschärften Atomausstieg unter Schwarz-Gelb, in der politischen Agenda gibt.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass noch viel Potential da ist und Stadt, Wirtschaft Politik, Wissenschaft und Verbraucher handeln würden, wenn es einen Anreiz, sei es Bevorzugung oder bei Nichthandeln Benachteiligung, gäbe. Deshalb blicken wir noch vorne und versuchen das zu erreichen. Die SPD Heidelberg wird jedenfalls nicht lockerlassen und hier versuchen, bestmögliches zu erreichen.

 

 

 

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