SPD KV, SPDqueer Heidelberg/Rhein-Neckar und Juso HSG entsetzt über Veranstaltungsreihe des RCDS

Der Ring Christlich-Demokratischer Studenten veranstaltet im laufenden Semester eine Vortragsreihe zum Thema „Feministin und Konservativ“. Die Redner*innen dieser Reihe zeigten sich in der Vergangenheit mit queerfeindlichen, antifeministischen, rechtspopulistischen und menschenverachtenden Positionen.

„Uns ist absolut unklar, wie man Vortragende einladen kann, die deutlich machen, dass sie unsere vielfältige Gesellschaft verabscheuen, sagt der Vorsitzende der SPDqueer Heidelberg/Rhein-Neckar Sven Dierssen. Zudem stellt der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft fest: „Birgit Kelle, eine Rednerin, unterstützt die ,Demo für Alle’ und macht mit ihren Büchern gezielt Stimmung gegen queere Menschen und Lebensentwürfe, das können wir nicht akzeptieren.“

Die Kreisvorsitzende der SPD Heidelberg Marlen Pankonin erklärt: „Es ist vollkommen widersinnig und spöttisch, dass der RCDS die Vortragsreihe mit Feminismus betitelt. Alle eingeladenen Personen zeigen sich in der Öffentlichkeit mit deutlichen antifeministischen Positionen.“ Mathias von Gersdorff ist unter anderem dafür bekannt, dass er sich für den Kampf gegen das Recht auf Abtreibung einsetzt. Pankonin zeigt sich entsetzt: „Wer Frauen dieses Grundrecht auf den eigenen Körper abspricht darf für das Thema Feminismus kein akzeptabler Gesprächspartner mehr sein. Durch die Einladung von Herrn von Gersdorff offenbart sich, dass der RCDS rechtsgerichteten Referierenden gezielt eine Plattform bietet.“

Auch in der Juso Hochschulgruppe zeigt sich Widerstand. „Für die Juso Hochschulgruppe ist klar, kritischer Feminismus lebt von kontroversen Diskussionen, aber hier soll unter dem Deckmantel der Kontroversität rechtes Gedankengut in die Studierendenschaft und die Mitte der Gesellschaft getragen werden. Das ist nicht kontrovers, sondern menschenfeindlich und längst überholt“, sagt Paula Bröcker aus dem Sprecher*innenkreis der Juso Hochschulgruppe.

Die SPD Heidelberg spricht sich gegen die Ausgrenzung von Menschen und für Vielfalt der Gesellschaft aus. Unser gesellschaftlicher Diskurs lebt von unterschiedlichen Meinungen, jedoch werden in der Vortragsreihe nur Meinungen gehört, die unserer vielfältigen und liberalen Gesellschaft entgegenstehen. Damit verortet sich der RCDS nicht im bürgerlich-konservativen, sondern im rechten Spektrum.

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