SPD Heidelberg putzt Stolpersteine am Freiwilligentag 2018

„Wir schaffen was“ – Die SPD Heidelberg und die Initiative Heidelberger Stolpersteine organisierten zum Freiwilligentag am 15. September eine Aktion in ganz Heidelberg. Über 50 Helferinnen und Helfer waren in neun Putz-Teams im Einsatz und haben fast alle Stolpersteine in Heidelberg gereinigt.

Der Freiwilligentag Rhein-Neckar ist deutschlandweit der größte seiner Art. Alle zwei Jahre veranstaltet die Metropolregion diesen Tag zur Förderung und Bekanntmachung verschiedener ehrenamtlicher Tätigkeiten, unterstützt von verschiedenen Unternehmen und Institutionen. Am 15. September haben sich deshalb unter dem Motto „Wir schaffen was“ in der ganzen Region tausende Menschen ehrenamtlich engagiert.

Dieses Jahr hat die SPD Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Initiative Heidelberger Stolpersteine eine stadtweite Putzaktion organisiert: Von neun Teams wurden fast alle der 184 verlegten Stolpersteine in Heidelberg gereinigt. Die Dabei begleitete je ein »Profi« der Stolperstein-Initiative die einzelnen Teams und konnte den Helfenden etwas über die Biografien und Schicksale der Menschen „hinter“ den Steinen berichten.

Zum Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Herrschaft werden seit acht Jahren auch in Heidelberg Stolpersteine verlegt. Inzwischen liegen in nahezu allen Stadtteilen insgesamt 184 Steine und zeigen durch ihre dezentrale Verteilung, wie sehr die Verfolgten Teil der Gesellschaft waren.

Die Initiative „Stolpersteine-Heidelberg“, die sich monatlich in der Volkshochschule trifft, betreut seit 2008 die Steine: Sie übernimmt Recherche, Bearbeitung und Druck der Biografien meist in Zusammenarbeit mit Schulen, Studierenden und anderen gesellschaftlichen Gruppen, sie organisiert die Verlegung der Steine gemeinsam mit dem Künstler Gunter Demnig und den Patinnen und Paten der Steine.

Susanne Himmelheber von der Initiative sagt: „Wir versuchen, die Steine selbst zu pflegen, wobei wir manchmal an unsere Grenzen stoßen. Deshalb haben wir uns sehr über das Projekt der SPD am Freiwilligentag und das große Interesse gefreut. Es ist jedes Mal schön, mit Bürgerinnen und Bürgern die Steine zu reinigen. Für uns war das Projekt eine große Hilfe und wir hoffen, durch die vielen Gespräche am Freiwilligentag noch mehr Interessierte für unsere Arbeit zu gewinnen.“

Tim Tugendhat, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Heidelberg-Neuenheim, der die Aktion ins Leben gerufen hat, ergänzt: „Die Aktion war eigentlich nur für Neuenheim geplant. Die Stolperstein-Initiative war aber so begeistert, dass es schnell zu einem stadtweiten Projekt wurde, welches von der SPD Heidelberg sofort unterstützt wurde. Für das Projekt habe ich alle Stolpersteine in Heidelberg geografisch sinnvoll für die Teams zum Putzen aufgeteilt und war begeistert über das riesige Interesse von allen Seiten. Zwischen 50 und 60 Helferinnen und Helfer waren beteiligt, plus neun Stolperstein-Profis. Es wurden fast alle Stolpersteine in Heidelberg geputzt. Lediglich ein paar im Norden Neuenheims und in Handschuhsheim sind leer ausgegangen – genug Putzmittel hätte ich aber noch.“

Ein abgelegener Stolperstein im Pfaffengrund war der einzige, der nicht für das Projekt eingeteilt war, weil er zu weit von den anderen entfernt liegt. Er erinnert an Maja Bitsch, die im Rahmen des Euthanasieprogrammes der Nationalsozialisten ermordet wurde. Dieser einzelne Stein wurde am 12. September gesondert von Herrn Tugendhat (SPD) und Herrn Lägler (Stolperstein-Initiative) geputzt, um für die Aktion am 15. September zu werben.

SPD will „Wiener Modell“ auch beim sozialen Wohnungsbau 

Heidelberg, 13.09.2018. Die SPD Heidelberg-Rohrbach sowie die SPD Heidelberg fordern, dass das Gelände des Patrick-Henry-Village sozial entwickelt wird. Zwar sei die Entscheidung, im Konversionsgebiet Hospital mehr sozial geförderten Wohnraum zu schaffen, ein Schritt in die richtige Richtung, aber für das letzte zu entwickelnde große Wohngebiet in der Stadt müsse man weiterdenken.

 

Marlen Pankonin, Kreisvorsitzende der SPD Heidelberg, konkretisiert diese Vorhaben: „Wir müssen bei der Entwicklung des Patrick-Henry-Village unbedingt dafür Sorge tragen, dass die Stadt Heidelberg über die GGH langfristig mehr städtisches Wohneigentum bildet. Nur so können die Mietpreise langfristig besser kontrolliert werden. Nicht nur in Frage der mobilen Trinkbrunnen, auch beim Wohnungsbau könnte die Stadt Wien für Heidelberg ein Vorbild sein. Dort hat die Stadt nicht nur soziale Wohnungen gebaut, sie bleiben auch langfristig in städtischem Eigentum. Die Folge ist, dass die Stadt Wien Kontrolle über die Mietentwicklung in diesen Wohnungen hat.“

 

Bernd Knauber, Bezirksbeirat in Rohrbach und dortiger Vorsitzender der SPD, springt ihr zur Seite: „Wir begrüßen die Entscheidung der GGH, auf dem Hospital-Gelände ein Mietmodell, das sich an der Höhe der Einkommen zukünftiger Mieterinnen und Mieter orientiert, zu etablieren. Jedoch benötigt es dafür auch mehr Wohnungen in städtischer Hand. Ich kann die Haltung aus Teilen der CDU und Grünen nicht nachvollziehen, diese angestrebte überschaubare Mehrbebauung abzulehnen. Gerade flächenmäßig kleines Bauland muss nach sozialen Komponenten entwickelt werden.“

 

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten weisen zudem darauf hin, dass die BImA ihre Verkaufspreise auch daran bemisst, wie Flächen entwickelt werden. Bernd Knauber führt aus: „Diese faktische Subvention durch den Bund für sozialen Wohnungsbau sollten wir uns nicht entgehen lassen. So können wir die Flächen günstiger erwerben und gleichzeitig effektiv gegen steigende Mietpreise in Heidelberg vorgehen. Wir als Rohrbacher SPD sichern zu, dass wir die Umsetzung der Planänderung im Bezirksbeirat kritisch begleiten werden, sodass sich an den primären Zielsetzungen  des Rahmenplans nichts zum Negativen verändert.“

Seebrücke-Demonstration in Heidelberg am 15.09.2018

Seit Beginn des Jahres 2018 sind mehr als 1.500 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Auch in diesen Tagen verlassen Boote die Küste Libyens, auf denen sich Menschen in Lebensgefahr begeben, um das Mittelmeer zu überqueren. Sie alle geraten in Seenot und es gibt kaum mehr Hilfe: Inzwischen sind fast alle Schiffe der privaten Rettungsorganisationen auf Basis fadenscheiniger Gründe in den Häfen festgesetzt. Europäische Politiker*innen blockieren systematisch die private Seenotrettung und nehmen damit bewusst den Tod vieler weiterer Menschen in Kauf.

In einer bundesweiten und internationalen Bewegung versammeln sich derzeit unter dem Motto „SEEBRÜCKE – schafft sichere Häfen“ viele Menschen und Initiativen. Die Seebrücke fordert sichere Fluchtwege, eine Entkrimi­nalisierung der Seenotrettung, solidarische Städte und eine menschenwürdige Asylpolitik in Europa.

Bundes- und europaweit haben in den letzten Wochen viele Menschen in orange – als Symbol für die Rettungswesten – demonstriert. Auch in Heidelberg wird die Seebrücke gebaut. Unter dem Motto der Seebrücke „Schafft sichere Häfen!“ gehen wir am 15.09. gemeinsam auf die Straße. Wir zeigen unsere Solidarität mit den Flüchtenden und den Seenotrettungsorganisationen auf dem Mittelmeer. Wir zeigen Haltung gegen eine Politik von rechts, die das Sterben lassen toleriert. Es ist höchste Zeit: Lasst uns deutlich machen, dass die Mehrheit der europäischen Bevölkerung nicht hinter einer Politik der Abschottung steht!

WIR SIND ALLE DIE SEEBRÜCKE!

In Heidelberg rufen wir als breites Bündnis, als Teil einer immer größer werdenden Bewegung zu einer Demonstration auf. Die SPD Heidelberg ist ebenfalls mit dabei.

 

Wir starten am 15.09. um 14.00 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Thermalbad, Vangerowstraße 4 und laufen gemeinsam zum Universitätsplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

 

MITMACHEN:

  • Nimm an der Demonstration am 15.9. teil und trage orange.
  • Folge uns auf Facebook: @Seebrueckeheidelberg oder auf twitter: @SeebruckeH für weitere Informationen

 

Weitere Infos unter:  https://seebruecke.org

facebook: https://www.facebook.com/SeebrueckeSchafftsichereHaefen/

PM Kleinböck: „Theresia Bauer trägt die politische Verantwortung für die Arbeitsbedingungen beim Heidelberger Studierendenwerk“

SPD-Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck zur Antwort der Wissenschaftsministerin auf seine kleine Anfrage

Heidelberg/Ladenburg, 12. September 2018. Der Ladenburger Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck reagiert entrüstet auf die Antwort des Wissenschaftsministeriums auf seine erneute kleine Anfrage zu den Arbeitsbedingungen beim Heidelberger Studierendenwerk. Darin rechtfertigt die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer die Missstände bei den Studierendenwerken in erster Linie mit der Umstellung der Tagesarbeitsverträge auf reguläre Arbeitsverträge nach dem TV-L zum 1. April 2018 und verweist auf ein Gesprächsangebot ihrerseits für den Oktober.

„Die mehr als überfällige Tarifbindung der studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt als Anlass zu nehmen, 51 Studierenden keine Vertragsverlängerung mehr anzubieten, ist absolut unangemessen. Dass mindestens in einigen Fällen dabei laut dem Studierendenwerk auch der politische Einsatz der Studierenden wegen angeblichem „geschäftsschädigendem Verhalten“ eine Rolle gespielt hat, ist dem Studierendenwerk als öffentlichem Arbeitgeber mehr als nur unwürdig. Theresia Bauer als zuständige Ministerin hat mit ihrem Gesprächsangebot erst für den Oktober die Gelegenheit verpasst, hier schnell für Ordnung zu sorgen. Sie trägt somit die politische Verantwortung für die schwerwiegenden Missstände bei den Arbeitsbedingungen beim Heidelberger Studierendenwerk“, so der SPD-Politiker Gerhard Kleinböck.

„Deshalb werde ich auch an der geplanten Demonstration der studentischen Beschäftigten am 28. September in Heidelberg teilnehmen, um die nur allzu berechtigten Anliegen der Studierenden weiter zu unterstützen“, so der Bildungspolitiker abschließend.

 

Kontakt:

Bürgerbüro Gerhard Kleinböck

Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg

E-Mai: info@gerhard-kleinboeck.de

Einladung zu „Smart Work – Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?“ am 26. September 2018

Die Themen Arbeit 4.0, Digitalisierung und die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit begleiten uns seit Jahren. Endlich nehmen sie auch den Raum im öffentlichen Diskurs ein, den wir benötigen, um die Entwicklungen transparent, kritisch aber auch mit Blick auf die neuen Möglichkeiten zu diskutieren.

An diesem Abend werden wir mit verschiedenen Referentinnen und Referenten die unterschiedlichen Aspekte der Frage erörtern „Smart Work – Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?“ 

Gemeinsam mit uns diskutieren am 26. September im B3, Bürgerhaus (Gadamerplatz, Bahnstadt) um 19.30 Uhr:

– Elke Manjet, Senior Vice President Human Resources , 
Products & Innovation, SAP SE

– Matthias Straub, Personalleiter Stadtwerke Heidelberg

– Dr. Benedikt Krams, Match Rider UG 

– Moderation: Johannah Illgner, SPD Heidelberg

Wir freuen uns, auch Sie bei unserer Veranstaltung begrüßen zu können.

Das Bürgerhaus ist barrierefrei. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie Bedarf an einer Assistenz oder Kinderbetreuung haben.

Stolpersteine Putzen mit der SPD Heidelberg beim „Freiwilligentag Rhein-Neckar“ am 15. September 2018

Der Freiwilligentag ist ein Projekt der Metropolregion Rhein-Neckar und verschiedener anderer Träger, um ehrenamtliches Engagement zu aktivieren und Menschen auf gemeinnützige und soziale Projekte in der Region aufmerksam zu machen; er ist die größte solche Veranstaltung in Deutschland. Vielleicht ist euch ja der riesige blaue Würfel auf dem Bismarckplatz aufgefallen. Unter dem Motto „Wir schaffen was“ sollen so Einzelne das vielseitige Engagement um sie herum bemerken und – so das Kalkül – vielleicht bleiben ja ein paar der Freiwilligen bei den Vereinen und Initiativen hängen.

Dieses Jahr sind wir von der SPD Heidelberg nun auch vertreten, und zwar zusammen mit der Initiative Heidelberger Stolpersteine.

Wir möchten an diesem Freiwilligentag Bewusstsein für die „Initiative Heidelberger Stolpersteine“ (http://www.stolpersteine-heidelberg.de) schaffen und sie gleichzeitig bei ihrer wichtigen Arbeit durch das Putzen der verlegten Stolpersteine unterstützen.
Das Projekt war eigentlich als lokale Aktion im Ortsverein Neuenheim geplant, aber die Begeisterung der Stolperstein-Initiative war dann so groß, dass es nun eine Heidelberg-weite Aktion wurde.

Wir werden also zwischen 9 und 11 Teams bilden (von je 3 bis 10 Personen), die in den Heidelberger Stadtteilen Stolpersteine putzen.
Dabei wird jedes Team von einem Mitglied der Initiative begleitet, das die Geschichte der Menschen „hinter“ den geputzten Steinen kurz beleuchtet. Die Aktion soll von 11 bis ca. 15 Uhr gehen, am Samstag, den 15. September.
Putzmaterial organisiere ich, man muss also nur ein bisschen Putzwillen und allgemeines Interesse mitbringen. Innerhalb der Stadtteile werden die Steine dann zu Fuß abgelaufen.

Falls jemand noch nicht von den Stolpersteinen gehört hat:
Die Steine sind kleine Gedenktafeln und erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, die von den Nazis verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Sie sind meistens vor den Wohnhäusern der Opfer auf dem Boden zu finden und sollen helfen, die Erinnerung an diese nicht vergehen zu lassen.
Regionale Initiativen wie die in Heidelberg verlegen immer noch regelmäßig neuen Steine. Zur Zeit sind in Heidelberg 184 Stolpersteine verlegt.

Wir würden uns sehr freuen, wenn sich viele Genossinnen und Genossen an der Aktion beteiligen; unsere Partei war bis zuletzt die Partei des Widerstandes gegen den Faschismus, gerade deshalb verbindet uns ein besonderes Band mit allen Feinden der Nazis. Über den aktuellen Bezug des Projekts brauche ich gar nicht erst zu reden, ihr wisst alle was gerade los ist.

Um euch zum Mitmachen zu registrieren geht einfach auf
https://www.wir-schaffen-was.de/
und sucht bei „Projekte“ unter „Projekt finden“ nach „Stolpersteine“. Dort seht ihr dann die einzelnen Teams nach Stadtteilen sortiert. Die Teams heißen „Stolpersteine putzen in Heidelberg: Team XYZ“

Für mehr Informationen oder Feedback kontaktiert den Organisator Tim Tugendhat einfach per E-Mail: tim.tugendhat@spd-heidelberg.de

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