Demo: Suppe versalzen! Heidelberg in Solidarität mit den Beschäftigten des Studierendenwerks

Am Freitag, den 28. September soll die Geschäftsführerin des Studierendenwerks Heidelberg feierlich in den Ruhestand verabschiedet werden. Anlässlich dieser Verabschiedung ruft der Studierendenrat der Universität Heidelberg unter dem Motto „Suppe versalzen! Heidelberg in Solidarität mit den Beschäftigten des Studierendenwerks“ dazu auf, ein lautes Zeichen für bessere Arbeitsbedingungen und die Erhaltung der Studijobs zu setzen. Die AfA Heidelberg solidarisiert sich mit den studentischen Beschäftigten und bitte um rege Beteiligung an der Demonstration! Sie beginnt um 18:00 Uhr auf dem Bismarckplatz und endet mit einer Abschlusskundgebung um 20:15 Uhr auf dem Krahnenplatz.


Liebe Genossinnen und Genossen,

seit beinahe zwei Jahren kämpfen wir zusammen mit der AfA Heidelberg, vielen studentischen Beschäftigten des Studierendenwerks, dem Sozialreferat des Studierendenrats, der Gewerkschaft ver.di und vielen weiteren Unterstützer_innen für bessere Arbeitsbedingungen im Studierendenwerk Heidelberg. Als ehemaliger Mitarbeiter weiß ich leider sehr genau, mit welchen Problemen die (studentischen) Mitarbeiter_innen tagtäglich konfrontiert sind – sei es die Unterbesetzung, die damit verbundene Anhäufung von unzähligen Überstunden, die Verweigerung der (vollständigen) Lohnauszahlung oder die Angst vor dem Vorgesetzten, um nur ein paar Probleme zu benennen. Optimistisch wie wir waren, gingen wir nach Abschaffung der Tagesarbeitsverträge im April dieses Jahres davon aus, dass ein Neuanfang gesetzt werden würde. Schnell mussten wir feststellen: das Gegenteil war der Fall. Zunächst der faktische Einstellungsstopp von studentischem Personal seitens der Personalabteilung, gefolgt von chaotischen Zuständen innerhalb des Betriebs. Derzeit sollen ab Oktober 51 der ehemals 227 studentischen Beschäftigten keine Weiterbeschäftigung mehr erhalten, darunter viele, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzten. Es darf nicht sein, dass Studierende für ihre Solidarität und ihr Engagement bestraft werden! Ein Studierendenwerk hat als Anstalt öffentlichen Rechts einen sozialen Auftrag – die soziale Betreuung und Förderung der Studierenden. Zunächst Betriebsratswahlen zu behindern, danach jahrelang Studierende mittels Tagesarbeitsverträgen zu beschäftigen, um dann ein Drittel der Beschäftigten nach Abschaffung dieser unseriösen Verträge nicht mehr weiter zu beschäftigen – das ist einfach nur skandalös! Deswegen bitte ich Euch, Genossinnen und Genossen, sich mit der Belegschaft des Studierendenwerks zu solidarisieren und ein lautes Zeichen zu setzen. Für bessere Arbeitsbedingungen und für die Erhaltung der Studijobs!

Solidarische Grüße

Alexander Ropohl
Stellvertretender Vorsitzender der AfA Heidelberg
Versammlungsleiter der Demonstration am 28.09.2018


Unser Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck zur Antwort der Wissenschaftsministerin auf seine kleine Anfrage zu den Arbeitsbedingungen beim Heidelberger Studierendenwerk:

„Die mehr als überfällige Tarifbindung der studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt als Anlass zu nehmen, 51 Studierenden keine Vertragsverlängerung mehr anzubieten, ist absolut unangemessen. Dass mindestens in einigen Fällen dabei laut dem Studierendenwerk auch der politische Einsatz der Studierenden wegen angeblichem „geschäftsschädigendem Verhalten“ eine Rolle gespielt hat, ist dem Studierendenwerk als öffentlichem Arbeitgeber mehr als nur unwürdig. Theresia Bauer als zuständige Ministerin hat mit ihrem Gesprächsangebot erst für den Oktober die Gelegenheit verpasst, hier schnell für Ordnung zu sorgen. Sie trägt somit die politische Verantwortung für die schwerwiegenden Missstände bei den Arbeitsbedingungen beim Heidelberger Studierendenwerk.

Deshalb werde ich auch an der geplanten Demonstration der studentischen Beschäftigten am 28. September in Heidelberg teilnehmen, um die nur allzu berechtigten Anliegen der Studierenden weiter zu unterstützen.“


Rückblick

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SPD Heidelberg putzt Stolpersteine am Freiwilligentag 2018

„Wir schaffen was“ – Die SPD Heidelberg und die Initiative Heidelberger Stolpersteine organisierten zum Freiwilligentag am 15. September eine Aktion in ganz Heidelberg. Über 50 Helferinnen und Helfer waren in neun Putz-Teams im Einsatz und haben fast alle Stolpersteine in Heidelberg gereinigt.

Der Freiwilligentag Rhein-Neckar ist deutschlandweit der größte seiner Art. Alle zwei Jahre veranstaltet die Metropolregion diesen Tag zur Förderung und Bekanntmachung verschiedener ehrenamtlicher Tätigkeiten, unterstützt von verschiedenen Unternehmen und Institutionen. Am 15. September haben sich deshalb unter dem Motto „Wir schaffen was“ in der ganzen Region tausende Menschen ehrenamtlich engagiert.

Dieses Jahr hat die SPD Heidelberg in Zusammenarbeit mit der Initiative Heidelberger Stolpersteine eine stadtweite Putzaktion organisiert: Von neun Teams wurden fast alle der 184 verlegten Stolpersteine in Heidelberg gereinigt. Die Dabei begleitete je ein »Profi« der Stolperstein-Initiative die einzelnen Teams und konnte den Helfenden etwas über die Biografien und Schicksale der Menschen „hinter“ den Steinen berichten.

Zum Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Herrschaft werden seit acht Jahren auch in Heidelberg Stolpersteine verlegt. Inzwischen liegen in nahezu allen Stadtteilen insgesamt 184 Steine und zeigen durch ihre dezentrale Verteilung, wie sehr die Verfolgten Teil der Gesellschaft waren.

Die Initiative „Stolpersteine-Heidelberg“, die sich monatlich in der Volkshochschule trifft, betreut seit 2008 die Steine: Sie übernimmt Recherche, Bearbeitung und Druck der Biografien meist in Zusammenarbeit mit Schulen, Studierenden und anderen gesellschaftlichen Gruppen, sie organisiert die Verlegung der Steine gemeinsam mit dem Künstler Gunter Demnig und den Patinnen und Paten der Steine.

Susanne Himmelheber von der Initiative sagt: „Wir versuchen, die Steine selbst zu pflegen, wobei wir manchmal an unsere Grenzen stoßen. Deshalb haben wir uns sehr über das Projekt der SPD am Freiwilligentag und das große Interesse gefreut. Es ist jedes Mal schön, mit Bürgerinnen und Bürgern die Steine zu reinigen. Für uns war das Projekt eine große Hilfe und wir hoffen, durch die vielen Gespräche am Freiwilligentag noch mehr Interessierte für unsere Arbeit zu gewinnen.“

Tim Tugendhat, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Heidelberg-Neuenheim, der die Aktion ins Leben gerufen hat, ergänzt: „Die Aktion war eigentlich nur für Neuenheim geplant. Die Stolperstein-Initiative war aber so begeistert, dass es schnell zu einem stadtweiten Projekt wurde, welches von der SPD Heidelberg sofort unterstützt wurde. Für das Projekt habe ich alle Stolpersteine in Heidelberg geografisch sinnvoll für die Teams zum Putzen aufgeteilt und war begeistert über das riesige Interesse von allen Seiten. Zwischen 50 und 60 Helferinnen und Helfer waren beteiligt, plus neun Stolperstein-Profis. Es wurden fast alle Stolpersteine in Heidelberg geputzt. Lediglich ein paar im Norden Neuenheims und in Handschuhsheim sind leer ausgegangen – genug Putzmittel hätte ich aber noch.“

Ein abgelegener Stolperstein im Pfaffengrund war der einzige, der nicht für das Projekt eingeteilt war, weil er zu weit von den anderen entfernt liegt. Er erinnert an Maja Bitsch, die im Rahmen des Euthanasieprogrammes der Nationalsozialisten ermordet wurde. Dieser einzelne Stein wurde am 12. September gesondert von Herrn Tugendhat (SPD) und Herrn Lägler (Stolperstein-Initiative) geputzt, um für die Aktion am 15. September zu werben.

SPD will „Wiener Modell“ auch beim sozialen Wohnungsbau 

Heidelberg, 13.09.2018. Die SPD Heidelberg-Rohrbach sowie die SPD Heidelberg fordern, dass das Gelände des Patrick-Henry-Village sozial entwickelt wird. Zwar sei die Entscheidung, im Konversionsgebiet Hospital mehr sozial geförderten Wohnraum zu schaffen, ein Schritt in die richtige Richtung, aber für das letzte zu entwickelnde große Wohngebiet in der Stadt müsse man weiterdenken.

 

Marlen Pankonin, Kreisvorsitzende der SPD Heidelberg, konkretisiert diese Vorhaben: „Wir müssen bei der Entwicklung des Patrick-Henry-Village unbedingt dafür Sorge tragen, dass die Stadt Heidelberg über die GGH langfristig mehr städtisches Wohneigentum bildet. Nur so können die Mietpreise langfristig besser kontrolliert werden. Nicht nur in Frage der mobilen Trinkbrunnen, auch beim Wohnungsbau könnte die Stadt Wien für Heidelberg ein Vorbild sein. Dort hat die Stadt nicht nur soziale Wohnungen gebaut, sie bleiben auch langfristig in städtischem Eigentum. Die Folge ist, dass die Stadt Wien Kontrolle über die Mietentwicklung in diesen Wohnungen hat.“

 

Bernd Knauber, Bezirksbeirat in Rohrbach und dortiger Vorsitzender der SPD, springt ihr zur Seite: „Wir begrüßen die Entscheidung der GGH, auf dem Hospital-Gelände ein Mietmodell, das sich an der Höhe der Einkommen zukünftiger Mieterinnen und Mieter orientiert, zu etablieren. Jedoch benötigt es dafür auch mehr Wohnungen in städtischer Hand. Ich kann die Haltung aus Teilen der CDU und Grünen nicht nachvollziehen, diese angestrebte überschaubare Mehrbebauung abzulehnen. Gerade flächenmäßig kleines Bauland muss nach sozialen Komponenten entwickelt werden.“

 

Die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten weisen zudem darauf hin, dass die BImA ihre Verkaufspreise auch daran bemisst, wie Flächen entwickelt werden. Bernd Knauber führt aus: „Diese faktische Subvention durch den Bund für sozialen Wohnungsbau sollten wir uns nicht entgehen lassen. So können wir die Flächen günstiger erwerben und gleichzeitig effektiv gegen steigende Mietpreise in Heidelberg vorgehen. Wir als Rohrbacher SPD sichern zu, dass wir die Umsetzung der Planänderung im Bezirksbeirat kritisch begleiten werden, sodass sich an den primären Zielsetzungen  des Rahmenplans nichts zum Negativen verändert.“

Seebrücke-Demonstration in Heidelberg am 15.09.2018

Seit Beginn des Jahres 2018 sind mehr als 1.500 Menschen im Mittelmeer ertrunken. Auch in diesen Tagen verlassen Boote die Küste Libyens, auf denen sich Menschen in Lebensgefahr begeben, um das Mittelmeer zu überqueren. Sie alle geraten in Seenot und es gibt kaum mehr Hilfe: Inzwischen sind fast alle Schiffe der privaten Rettungsorganisationen auf Basis fadenscheiniger Gründe in den Häfen festgesetzt. Europäische Politiker*innen blockieren systematisch die private Seenotrettung und nehmen damit bewusst den Tod vieler weiterer Menschen in Kauf.

In einer bundesweiten und internationalen Bewegung versammeln sich derzeit unter dem Motto „SEEBRÜCKE – schafft sichere Häfen“ viele Menschen und Initiativen. Die Seebrücke fordert sichere Fluchtwege, eine Entkrimi­nalisierung der Seenotrettung, solidarische Städte und eine menschenwürdige Asylpolitik in Europa.

Bundes- und europaweit haben in den letzten Wochen viele Menschen in orange – als Symbol für die Rettungswesten – demonstriert. Auch in Heidelberg wird die Seebrücke gebaut. Unter dem Motto der Seebrücke „Schafft sichere Häfen!“ gehen wir am 15.09. gemeinsam auf die Straße. Wir zeigen unsere Solidarität mit den Flüchtenden und den Seenotrettungsorganisationen auf dem Mittelmeer. Wir zeigen Haltung gegen eine Politik von rechts, die das Sterben lassen toleriert. Es ist höchste Zeit: Lasst uns deutlich machen, dass die Mehrheit der europäischen Bevölkerung nicht hinter einer Politik der Abschottung steht!

WIR SIND ALLE DIE SEEBRÜCKE!

In Heidelberg rufen wir als breites Bündnis, als Teil einer immer größer werdenden Bewegung zu einer Demonstration auf. Die SPD Heidelberg ist ebenfalls mit dabei.

 

Wir starten am 15.09. um 14.00 Uhr mit einer Auftaktkundgebung am Thermalbad, Vangerowstraße 4 und laufen gemeinsam zum Universitätsplatz, wo die Abschlusskundgebung stattfinden wird.

 

MITMACHEN:

  • Nimm an der Demonstration am 15.9. teil und trage orange.
  • Folge uns auf Facebook: @Seebrueckeheidelberg oder auf twitter: @SeebruckeH für weitere Informationen

 

Weitere Infos unter:  https://seebruecke.org

facebook: https://www.facebook.com/SeebrueckeSchafftsichereHaefen/

PM Kleinböck: „Theresia Bauer trägt die politische Verantwortung für die Arbeitsbedingungen beim Heidelberger Studierendenwerk“

SPD-Landtagsabgeordneter Gerhard Kleinböck zur Antwort der Wissenschaftsministerin auf seine kleine Anfrage

Heidelberg/Ladenburg, 12. September 2018. Der Ladenburger Landtagsabgeordnete Gerhard Kleinböck reagiert entrüstet auf die Antwort des Wissenschaftsministeriums auf seine erneute kleine Anfrage zu den Arbeitsbedingungen beim Heidelberger Studierendenwerk. Darin rechtfertigt die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer die Missstände bei den Studierendenwerken in erster Linie mit der Umstellung der Tagesarbeitsverträge auf reguläre Arbeitsverträge nach dem TV-L zum 1. April 2018 und verweist auf ein Gesprächsangebot ihrerseits für den Oktober.

„Die mehr als überfällige Tarifbindung der studentischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt als Anlass zu nehmen, 51 Studierenden keine Vertragsverlängerung mehr anzubieten, ist absolut unangemessen. Dass mindestens in einigen Fällen dabei laut dem Studierendenwerk auch der politische Einsatz der Studierenden wegen angeblichem „geschäftsschädigendem Verhalten“ eine Rolle gespielt hat, ist dem Studierendenwerk als öffentlichem Arbeitgeber mehr als nur unwürdig. Theresia Bauer als zuständige Ministerin hat mit ihrem Gesprächsangebot erst für den Oktober die Gelegenheit verpasst, hier schnell für Ordnung zu sorgen. Sie trägt somit die politische Verantwortung für die schwerwiegenden Missstände bei den Arbeitsbedingungen beim Heidelberger Studierendenwerk“, so der SPD-Politiker Gerhard Kleinböck.

„Deshalb werde ich auch an der geplanten Demonstration der studentischen Beschäftigten am 28. September in Heidelberg teilnehmen, um die nur allzu berechtigten Anliegen der Studierenden weiter zu unterstützen“, so der Bildungspolitiker abschließend.

 

Kontakt:

Bürgerbüro Gerhard Kleinböck

Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg

E-Mai: info@gerhard-kleinboeck.de

Einladung zu „Smart Work – Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?“ am 26. September 2018

Die Themen Arbeit 4.0, Digitalisierung und die Verschmelzung von Arbeit und Freizeit begleiten uns seit Jahren. Endlich nehmen sie auch den Raum im öffentlichen Diskurs ein, den wir benötigen, um die Entwicklungen transparent, kritisch aber auch mit Blick auf die neuen Möglichkeiten zu diskutieren.

An diesem Abend werden wir mit verschiedenen Referentinnen und Referenten die unterschiedlichen Aspekte der Frage erörtern „Smart Work – Wie wollen wir in Zukunft arbeiten?“ 

Gemeinsam mit uns diskutieren am 26. September im B3, Bürgerhaus (Gadamerplatz, Bahnstadt) um 19.30 Uhr:

– Elke Manjet, Senior Vice President Human Resources , 
Products & Innovation, SAP SE

– Matthias Straub, Personalleiter Stadtwerke Heidelberg

– Dr. Benedikt Krams, Match Rider UG 

– Moderation: Johannah Illgner, SPD Heidelberg

Wir freuen uns, auch Sie bei unserer Veranstaltung begrüßen zu können.

Das Bürgerhaus ist barrierefrei. Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie Bedarf an einer Assistenz oder Kinderbetreuung haben.

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