Aktive Industriepolitik nötig, um die Transformation in der Arbeitswelt zu begleiten

Presseerklärung der Arbeitsgemeinschaft für ArbeitsnehmerInnenfragen in der SPD Heidelberg

Der Niedergang der Industrie in Heidelberg bereitet auch der Arbeitsgemeinschaft für ArbeitnehmerInnenfragen (AfA) der SPD Heidelberg Sorgen. Die aktuellen Entwicklungen bei Haldex und BorgWarner machen uns betroffen und wir stehen an der Seite der Beschäftigten, die um ihre Arbeitsplätze bangen. Hier setzt sich eine Entwicklung fort, die sich durch die bevorstehende Transformation der Arbeitswelt noch verstärken kann und auch an der Wirtschaft in Heidelberg nicht ohne weiteres vorüberziehen wird. Die bevorstehenden Veränderungen durch die Digitalisierung und die Umstellung auf Elektromobilität betreffen alle Beschäftigten, ob in der Industrie, im Handwerk oder im Dienstleistungsbereich, vom Großbetrieb bis zum Mittelständler, vom Zulieferer bis zum Handwerksmeister.

Die AfA fordert daher auf lokaler Ebene politisches Handeln, das Arbeits- und Industriepolitik und Klimaschutz zusammendenkt. Ehrgeizige Klimaschutzziele durch Stadt, Betriebe und Universität sind notwendig, um die drohende Krise durch die Klimaerwärmung abzuschwächen. Gleichzeitig muss der massive Veränderungsdruck in vielen Betrieben durch die Stadt ernstgenommen und begleitet werden. Der Umbau der Industrie ist eine Herausforderung, bietet aber auch viele Chancen nachhaltig und zugleich zukunftsfest zu werden.

Die AfA Heidelberg begrüßt daher die Aufnahme von Gesprächen zu dieser Zukunftsaufgabe unter Einbeziehung der Gewerkschaften.