1. Mai 2021 – Tag der Arbeit und der internationalen Solidarität 1.

Pressemeldung der SPD Heidelberg

In vielen Ländern ist der 1. Mai ein gesetzlicher Feiertag, an dem für geregelte Arbeitszeiten, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall, sichere Arbeitsbedingungen und einen fairen Mindestlohn demonstriert wird. Anfang des 21. Jahrhunderts haben diese Forderungen nach menschenwürdiger Arbeit nicht an Relevanz verloren. Im Globalen Süden sind Zwangsarbeit, Kinderarbeit und Ausbeutung immer noch verbreitet. In vielen Ländern erleben wir aktuell dramatische Rückschritte, wie in Brasilien unter Präsident Bolsonaro.

Aber auch in Deutschland nehmen prekäre Beschäftigungsverhältnisse zu. „Wer auf Leiharbeit, Werksverträge, Befristung, Unsicherheit und Ausbeutung setzt, Tarifverträge systematisch unterläuft, nur um den Gewinn der Aktionäre und Aktionärinnen zu erhöhen, der muss in die Schranken gewiesen werden“, fordert daher Elisabeth Krämer, Bundestagskandidatin der SPD Heidelberg. „Auch beim Mindestlohn brauchen wir endlich 12 Euro die Stunde. 20% der Vollzeitbeschäftigten in Deutschland arbeiten im Niedriglohnsektor. Wer gesellschaftlichen Zusammenhalt möchte, muss auch beim Gehalt ansetzen“, gibt sich Krämer kämpferisch.

Seit 150 Jahren ist der 1. Mai auch der Tag der internationalen Solidarität. „Am 11. April hat unserer Stadt bereits gezeigt, dass Solidarität über den eigenen Tellerrand hinaus gelebt wird“, freut sich Nina Gray, die kürzlich wiedergewählte Kreisvorsitzende der SPD Heidelberg. Solidarität bedeutet auch, dass Online-Streamingdiensten und Versandriesen wie Amazon steuerlich eingebunden werden. „Das Thema Digitalsteuer ist komplex, aber die Ankündigung des US-Finanzministeriums der EU hier entgegenzukommen ist ein wichtiger erster Schritt“, so Gray weiter. „Hier muss die Bundesregierung eine treibende Kraft in der EU sein, wie Olaf Scholz fordert, und sich nicht wie die CDU hinter kleinteiligen Verbesserungsvorschlägen wie der Paketsteuer verstecken. Das reicht im 21. Jahrhundert nicht.“

Beide SPD-Frauen sind sich einig: Das diesjährige Motto des DGB könnte nicht passender sein. Solidarität ist Zukunft!

 In Zeiten, in denen Versammlungen an zentralen Plätzen unserer Stadt nicht möglich sind, muss die Politik kreativ werden und zumindest den digitalen Raum einnehmen, um ihre Interessen zu vertreten. Die SPD Heidelberg wird deshalb eine Fotoaktion in den sozialen Netzwerken starten.